Lotto 6 aus 49: Die Hoffnung auf sechs Richtige

Was macht man mit 37,6 Millionen Euro? Diese Frage stellte sich 2006 ein Krankenpfleger aus Nordrhein-Westfalen, der damals den bislang höchsten Einzelgewinn beim Lotto 6aus49 einstrich. Um auf einen Schlag so reich zu werden, braucht man freilich viel Glück. Wir erklären, wie Deutschlands beliebteste Lotterie funktioniert

Sechs Kreuzchen und eine Zusatzzahl

Wer bei 6 aus 49 mitspielen möchte, benötigt einen Lottoschein. Neben dem Papierschein, den man zum Beispiel am Kiosk erhält, kann man sein Glück mittlerweile auch bei Online-Angeboten versuchen. Mit einem Lottoschein hat man gleich mehrere Gewinnchancen. Es stehen 12 Felder mit den Zahlen 1 bis 49 zur Verfügung. In beliebig vielen davon setzt der Spieler jeweils sechs Kreuzchen, von denen er hofft, dass sie den Gewinnzahlen entsprechen. Experten empfehlen im Übrigen, nicht das Geburtsdatum oder Muster wie Diagonale oder Sterne zu tippen. Denn dies würden viele Menschen tun. Sollte man mit diesen Zahlen gewinnen, müsste man das Geld eventuell mit vielen weiteren Glückspilzen teilen. Wichtig ist auch die siebenstellige Spielscheinnummer. Ihre Endziffer ist die Superzahl. Mit den sechs letzten Ziffern der Losnummer nimmt man an der Zusatzlotterie Super6 teil, mit der gesamten Losnummer am Spiel 77 oder an der GlücksSpirale. Kauft man seinen Schein im Laden, ist die Losnummer bereits aufgedruckt. Spielt man online, hat man die Möglichkeit, die Spielscheinnummer mit der Superzahl selbst zu bestimmen. Die kostenpflichtigen Zusatzlotterien sind freiwillig, erhöhen aber die Chance auf einen Treffer.

So werden die Lottozahlen gezogen

Am 4. September 1965 zog Moderatorin Karin Dinslage die Lottozahlen zum ersten Mal im Fernsehen. Bis 2013 zeigten die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender die Ziehungen für das 6aus49-Lotto jeden Mittwoch- und Samstagabend. Seit dem 3. Juli 2013 lassen sie sich live nur noch im Internet verfolgen. Für die Ziehung werden 49 Kugeln mit den Zahlen 1 bis 49 in einer großen Glastrommel gemischt und anschließend per Zufall die Gewinnerzahlen ausgewählt. Die Auslosung der Superzahl erfolgt davon unabhängig. Für sie werden 10 Kugeln mit den Ziffern 0 bis 9 in einer Glastrommel gemischt und anschließend der Treffer gezogen. Ob man etwas gewonnen hat, ist von der Anzahl der angekreuzten Richtigen abhängig. Ab zwei Richtigen plus der korrekten Zusatzzahl erhält man einen Gewinn. Man wird dafür in eine von neun Gewinnklassen eingeteilt. Ist zusätzlich zu einer bestimmten Anzahl an Treffern auch die Superzahl richtig, wird man eine Klasse höher eingestuft. Je nach Klasse erhält man einen gewissen Prozentsatz der Gesamtgewinnsumme. Mit sechs korrekten Zahlen und der richtigen Superzahl knackt man den Jackpot und bekommt normalerweise einen Millionengewinn. Die Chance dafür ist allerdings gering: Sie beträgt 1 zu 139.838.160.

6 aus 49: Wie alles begann

Das heutige Lotto 6 aus 49 wurde am 9. Oktober 1955 zum ersten Mal im Hamburger Hotel „Mau“ gespielt. Zwei Mädchen aus einem Kinderheim zogen die Gewinnzahlen 3, 12, 13, 16, 23, und 41 – damals allerdings noch ohne Fernsehkamera. An diesem historischen Tag hatte niemand sechs Richtige getippt. Dies geschah erst rund einen Monat später. Am 13. November 1955 hatten gleich drei Spieler auf die richtige Kombination gesetzt. Damals nahmen allerdings nur vier Bundesländer an der Lotterie teil: Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bayern. Die übrigen westdeutschen Länder kamen nach und nach hinzu. 1992 schlossen sich auch die neuen Bundesländer an.

Wichtiger Hinweis
Spielteilnehmer müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben. Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe finden Sie unter www.spielen-mit-verantwortung.de. Gewinnwahrscheinlichkeit: 1:140 Mio. bei Lotto 6 aus 49 GK 1, 1:16 Mio. bei Lotto 6 aus 49 GK 2, 1:10 Mio. bei Spiel 77 und 1:95 Mio. bei EuroJackpot.