Lottoquoten: So werden die Gewinnsummen ermittelt

Der eine gewinnt 37,7 Millionen Euro im Lotto, der andere kriegt nur etwas über 200.000 Euro mit sechs Richtigen und der korrekten Zusatzzahl. Wieso gibt es bei ein und demselben Spiel solche großen Unterschiede? Die Lösung: einfache Mathematik.

Zwölf Ziehungen bis zum Superjackpot

Die Lotto-Quoten hängen von zwei Variablen ab: von der Höhe des Spieleinsatzes und der Anzahl der Gewinner. Der Spieleinsatz setzt sich aus den Gebühren zusammen, die alle Spieler für ihren Lottoschein zahlen. Hat bei der vorherigen Ziehung niemand den Jackpot geknackt, sprich keine sechs Richtigen mit Superzahl angekreuzt, kommt dieser Betrag zusätzlich dazu. So kann es passieren, dass der Jackpot immer weiter anwächst – allerdings nicht bis ins Unendliche. Nach zwölf Ziehungen ohne Lottomillionär ist Schluss. Laut einer Regel muss die Gewinnsumme beim dreizehnten Mal in der darunterliegenden Gewinnklasse verteilt werden, wenn es erneut keinen Sieger gibt. In diesem Fall reichen dann schon sechs Richtige ohne Superzahl für eine große Summe Geld. Gibt es in dieser Klasse ebenfalls keine Gewinner, geht das Geld an die nächstkleinere Klasse. Beim Lotto 6aus49 gibt es neun Gewinnklassen, beim Eurojackpot sind es zwölf. Die Gewinnsumme, die für eine Ziehung bereitsteht, wird nach einem festgelegten Schlüssel auf diese Klassen verteilt. Diese Lottoquoten kann man beispielsweise auf den Websites der Lotterien nachlesen. Der für eine Klasse bestimmte Gewinn wird nach der Ziehung durch die Anzahl der Gewinner geteilt. Bei 139.838.160 Kombinationsmöglichkeiten beim 6aus49 klingt es merkwürdig, dass tatsächlich mehrere Leute die gleichen Zahlen ankreuzen. Doch gerade in den unteren Gewinnklassen, in denen schon drei Richtige für einen kleinen Gewinn reichen, passiert dies öfter. Wenn man Pech hat, ergeht es einem dann wie den Glückspilzen, die am 23. Januar 1988 sechs Richtige tippten: 222 Personen mussten damals den Jackpot untereinander aufteilen und erhielten jeweils umgerechnet etwa 43.000 Euro.

Diese Zahlen sollten Sie nicht ankreuzen

Die Lotto-Gewinnquoten kann man nur schwer beeinflussen. Neben der Höhe der Jackpotsumme und der Anzahl der Gewinner gehört auch eine große Portion Glück dazu. Wer auf einen Gewinn hofft und diesen nicht teilen möchte, sollte bestimmte Zahlen meiden. Lottospieler haben häufig ihr ganz persönliches System und ihre Glückszahlen. Viele nutzen beispielsweise einen Geburtstag. Aus diesem Grund werden die Zahlen bis 31 (für den Tag), bis 12 (für den Monat) und die 19, die fast in jedem Geburtsjahrgang vorkommt, sehr häufig getippt. Man sollte auf dem Tippzettel nicht kreativ werden. Wer mit seinen Kreuzchen gerade Reihen, Sterne oder Diagonalen malt, ist damit nicht allein – und muss seinen Gewinn im Fall der Fälle teilen. Setzen Sie Ihre Markierungen also lieber wild durcheinander. Beim Online-Lotto wählt der Computer mit der Quicktipp-Funktion die Zahlen zufällig aus. Diese können anschließend noch nach eigenen Wünschen geändert werden. Die Lotteriegesellschaften veröffentlichen Statistiken darüber, welche Zahlen wie häufig gezogen wurden. Dazu zählen zum Beispiel die 6, 32 und 49. Doch auch daran sollte man sich nicht orientieren. Bei jeder Ziehung ist die gleiche Menge an Kugeln in der Glastrommel und jede hat die gleiche Wahrscheinlichkeit, aus der Trommel zu rollen. Dass die Unglückszahl 13 bislang am seltensten gelost wurde, nämlich nur 414-mal (Stand: 10. Dezember 2015), ist trotzdem bemerkenswert. Dabei war sie 1955 sogar die allererste Zahl, die jemals beim 6aus49 gezogen wurde.

Wichtiger Hinweis
Spielteilnehmer müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben. Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe finden Sie unter www.spielen-mit-verantwortung.de. Gewinnwahrscheinlichkeit: 1:140 Mio. bei Lotto 6 aus 49 GK 1, 1:16 Mio. bei Lotto 6 aus 49 GK 2, 1:10 Mio. bei Spiel 77 und 1:95 Mio. bei EuroJackpot.